| ÖKO Test, wie das ... |
| Der Bundesverband der Bauberater kdR gibt folgende Stellungnahme zum Ökotest Lackfarbe April 2007 ab. |
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Zum Testergebnis sind uns von Mitgliedern und Verbrauchern folgende Fragestellungen eingegangen:
1. Warum können erdölbasierte Farben in einem ÖKO Test mit ?sehr gut? bewertet werden?
2. Wie kann man Lacke (z.B. die Testsieger) bewerten, ohne alle Inhaltsstoffe zu kennen?
3. Welcher Umweltmediziner berät ÖKO Test bei den gesundheitsrelevanten Ausdünstungen bei ?umweltfreundlichen und synthetischen Wasserlacken??
4. Sind erdölbasierende Lacke ab jetzt umwelt- und klimaschonend?
5. Wissen die ÖKO Test Verantwortlichen, dass gerade die ?umweltfreundlichen? und wasserlöslichen Lacke oftmals eher für den Raumnutzer und nach Anreicherungen der Schadstoffe erst im Hausstaub gesundheitliche Gefahren in sich bergen.
6. Sind VOC Messungen wissenschaftlich exakt und aussagekräftig genug?
7. Warum bewertet ÖKO Test einen bestimmten Lack noch vor ein paar Jahren mit ?sehr gut? und heute ist die gleiche Rezeptur ?ungenügend? ?scheint hier nicht eine grundsätzliche Recherchenproblematik bei den Verantwortlichen vorzuliegen?
Der Verband gibt den angeschlossenen Beratern auf Grund der Fragestellungen folgende Hinweise, damit sie den, durch den ÖKO Test ( Lackfarben ) verunsicherten Verbrauchern kompetent weiterhelfen können.
1. Der Bauberater berät, getreu den Vorgaben durch die Verbandsrichtlinien, Verbraucher und Baukunden grundsätzlich an Hand einer geprüften Volldeklaration zu Bauprodukte- und Lackinhaltsstoffen.
2. Wir empfehlen unseren Mitgliedern keine Produkte zu empfehlen, die grundsätzlich auf Erdölbasis hergestellt werden, um aktiv den Klimaschutz zu fördern. (CO2 Problematik)
3. Bekanntlich entstehen Bau- und Innenraumschäden wie Kondensatschäden, Fogging durch ?Magic Dust? und Hausstaubbelastungen im SVOC Bereich oftmals durch wassergelöste und irrtümlicherweise gesündere Beschichtungssysteme. Deshalb raten wir, auch aus haftungsrelevanten Gründen, keine unsicheren Produkte ohne ?geregelter Volldeklaration? vorzuschlagen.
4. Fragen zu Rohstoffrecherchen (Inhaltsstoffe, Verunreinigungen, Geruchsprüfungen, ?Rucksackchemikalien?, Reaktionschemikalien) können direkt an den Bundesverband gestellt werden.
5. Bei gesundheitsrelevanten Fragestellungen empfehlen wir den Kontakt unter www.dguht.de (Dt. Ges. für Umwelt- und Humantoxikologie, Würzburg).
6. Weitere Inhaltsstoffrecherchen (z.B.: Dipropylenglykolmonobutylether (DPGMB) in Wand- und Deckenfarbe) bietet: www.agoef.de
Einige hochsiedende Glykolverbindungen mit Siedepunkten über 200°C werden gerne in ?umweltfreundlichen Wandfarben? verwendet. Der Grund: Neue Richtlinien fordern eine Einschränkung der Lösemittel, deren Siedepunkt unter 200°C liegt.
Hersteller dieser Wandfarben verwenden daher z.B. eine Glykolverbindung wie DPGMB (Siedepunkt: ca. 245°C) und dürfen diese als "lösemittelfrei" ( z.B. Blaue Engel Kriterien) bewerben. Wer eine solche "lösemittelfreie" Wandfarbe verwendet, hat anschließend häufig ein Problem. Eine Reihe von Glykolverbindungen (präzise: die Ethylenglykolether und ihre Acetate) haben sich im Tierversuch als embryotoxisch und Missbildungen erzeugend und darüber hinaus die Fortpflanzungsorgane schädigend erwiesen. Da die giftigen Abbauprodukte dieser Substanzen nach der Aufnahme nur langsam aus dem Körper ausgeschieden werden, können sie sich bei lang andauernder Exposition im Körper anreichern. http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/glykole.htm
Wir bitten darum, die Nachricht an die einzelnen Netzwerke weiter zu versenden.
Karl-Heinz Weinisch
- Pressesprecher
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